Was ist ZOD?
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© ordogz - Fotolia.comZOD steht für Zahnärzte Online Deutschland, ein Projekt der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVen) in den Bundesländern. Hauptziel des Projektes ist es, allen Zahnärztinnen und Zahnärzten die sichere elektronische Kommunikation mit ihren Berufsorganisationen zu ermöglichen. Daneben soll auch die sichere Kommunikation von Zahnärzten untereinander unterstützt werden.
Das Internet ist heute das Medium, um einen schnellen Datenaustausch zu gewährleisten. Davon profitieren auch die Zahnärzte im Berufsalltag: Viele Verwaltungsvorgänge, die früher in Papier- oder Diskettenform abgewickelt wurden, lassen sich jetzt zeitsparend online erledigen. Allerdings birgt die moderne Technik auch Risiken bei der Datenübertragung. Daten, die ohne besondere Schutzvorkehrungen übers Internet transportiert werden, können leicht von Unbefugten gelesen und sogar verändert werden. Sensible Daten, die vertraulich behandelt werden müssen, sind deshalb mit besonderen Schutzmaßnahmen gegen den Zugriff Dritter zu versehen. Darüber hinaus sollten elektronische Dokumente auch mit einer rechtssicheren elektronischen Unterschrift (Signatur) versehen werden können.
Hier setzt das Projekt ZOD an: Um die sichere Online-Kommunikation zwischen Zahnärzten und KZVen zu ermöglichen, haben sich die KZVen für den Einsatz einer zukunftsweisenden Sicherheitstechnik entschieden. Sie besteht aus einer Chipkarte (ZOD-Karte) nebst Kartenlesegerät, die sowohl in den KZVen als auch in jeder Praxis eingesetzt werden können. Mit ihrer Hilfe kann der Zahnarzt sich nicht nur sicher am Internetportal seiner KZV anmelden. Zwischen den Kommunikationspartnern zu übertragende Daten können auch verschlüsselt und damit vor Missbrauch geschützt werden. Außerdem erlaubt es die neue Generation von ZOD-Karten, die seit Sommer 2010 verfügbar ist, elektronische Dateien mit einer vom Gesetzgeber der handschriftlichen Unterschrift gleichgestellten, sogenannten qualifizierten elektronischen Signatur, zu versehen. Damit ist eine weitere, wesentliche Funktion für eine vollständige papierlose Kommunikation verfügbar.
Die technische Realisierung des Sicherheitssystems erfolgt durch kommerzielle Anbieter auf der Basis der Rahmenrichtlinien der KZBV. Jedes Unternehmen, das ZOD-Karten herstellen und vertreiben möchte, muss in einem von der KZBV durchgeführten Zulassungsverfahren die Einhaltung der vorgegebenen Sicherheitsstandards nachweisen.